Gemeinde Niedertiefenbach
Gemeinde Niedertiefenbach

Zum Heilig Kreuz

Die evangelische Kirche in Niedertiefenbach

Text und Bilder: Volker Becker, Organist

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...gehört zu den ältesten Kirchen im Lahngebiet (1185 erstmals urkundlich erwähnt). 1247 übergab Graf Heinrich der Reiche von Nassau dem Kloster Arnstein die Pfarrkirche und zugehörigen Kapellen in Singhofen und Pohl. 1248 wurde in der Kirche ein Altar geweiht und mehrere Reliquien übergeben, darunter auch ein Stück vom Kreuz Christi, deshalb erhielt die Kirche auch die Bezeichnung „Zum Heilig Kreuz“. Ca. 1500 wurde die Kirche erweitert. 1527 wurde vom hessischen Landgrafen die Reformation eingeführt („Wie der Herr, so die Religion“). 1830, 1962 und 2001 fanden Renovierungen statt.

Kirchenschiff mit Orgel

Eingang und Empore

1752 wurde die Orgel von Orgelbauer Johann Wilhelm Schöler aus Bad Ems erbaut. Auf der Vorderseite sind Moses und Aaron abgebildet.

 

Die Taufschale wurde um 1585 angefertigt. Die Jahreszahl 1685 ist erst später zu einem besonderen Anlass eingraviert worden.

Das bunte Chorfenster ist von Heinz Hindorf aus Michelstadt im Odenwald gefertigt und anlässlich der Renovierung 1962 eingebaut worden. Es zeigt Szenen aus Offenbarung 7, 9 ff.

Altar mit Kreuz, Bibel und Kerzen. Im Hintergrund das Taufbecken.

Aus dem 16. Jahrhundert stammen die 12 Apostel, eine eindrucksvolle Altarschnitzarbeit. Heute befinden sich diese an den Wänden im

Kirchenschiff verteilt.

Die Fresken auf der Empore werden der Zeit des romanischen Mittelalters (11./12. Jhd.) zugeordnet. Sie wurden während der Renovierung 1962 entdeckt, eine Deutung konnte bis heute nicht vorgenommen werden. Weitere Fresken werden vermutet.

1917 während des 1. Weltkrieges wurden 2 der 3 historischen Glocken beschlagnahmt.

Die größte Glocke trug die Inschrift:

“Maria heißen ich, alle bösen Wetter vertreibe ich MCDLXXIX“ (1479).

 

1920, nach dem Krieg, wurden 3 Stahlglocken in den Buderus’schen Eisenwerken Wetzlar gefertigt und neu in Dienst genommen.

Sie tragen die Inschriften:

„Steh fest im Sturm der Zeit“

„Gesegnet sei dein Leid“

„Horch auf die Ewigkeit“

und bilden den As-Dur Dreiklang.

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